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Strategie

Ich schaffe das! Wie Sie Selbstzweifel überwinden und Selbstvertrauen stärken können

Jedem von uns sind sie schon begegnet: Selbstzweifel. Die kritische innere Stimme, die unsere Gedanken beherrscht und uns bei bereits getroffenen oder bevorstehenden Entscheidungen in unserem Leben hemmt: „Das kannst du nicht! Das schaffst du doch nie! Versuch es lieber gar nicht erst, du scheiterst garantiert! Hättest du dich bloß anders entschieden!“.

Von Zeit zu Zeit an sich selbst zu zweifeln ist dabei völlig okay, da unser Unterbewusstsein uns vor dem Verlassen unserer Komfortzone schützt. Sind die Gedanken aber von Dauer, sollten Sie versuchen, sich Ihrem inneren Kritiker zu stellen und zu lernen, mit ihm umzugehen. Aber wie? Wichtig ist zunächst, das Bewusstsein zu haben, dass Sie selbst etwas an der belastenden Lebensphase und den einhergehenden Symptomen, wie z. B. Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit ändern können.

Unser Selbstvertrauen ist Ausdruck mentaler, innere Stärke und bedeutet, Vertrauen in sich zu haben. Wenn wir uns nun in einer belastenden Lebensphase befinden und unsere innere Stärke abhandengekommen ist, dann leidet auch unser Selbstvertrauen darunter. Dennoch ist es nicht mit Selbstbewusstsein gleichzusetzen, obwohl sich beides aufeinander auswirkt. Ein stärkeres Selbstvertrauen, also Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ohne Angst vor Zurückweisung oder Scheitern, macht uns auch selbstbewusster. Ein starkes Selbstbewusstsein zu haben meint, sich selbst behaupten zu können – eigene Wünsche und Forderungen durchzusetzen, Kritik annehmen zu können, Nein sagen können und seine Vorstellungen und Meinungen vor anderen vertreten zu können.

Ist unsere innere Stärke und somit unser Selbstvertrauen geschwächt, so verwehren wir uns Chancen auf private oder berufliche Erfolge. Dies geschieht gerade in Lebenssituationen, in denen unsere innere Stärke weniger präsent ist, z. B. durch den Verlust eines Menschen oder durch Zweifel im Job. Erzielt man keine persönlichen Erfolge, macht sich Unmut breit und das Gefühl etwas nicht geschafft zu haben wird stärker. Dies lässt auch den Kritiker in unserem Inneren laut werden – Selbstzweifel kommen auf. Hier neigen wir dazu die Dinge eher schwarz zu malen und verfallen in eine Belastungsspirale, die zu Symptomen wie Schlafstörungen führen kann. Genau dies wirkt sich auf viele unserer Lebensbereiche negativ aus, sei es im Beruf, in der Familie, unter Freunden oder bei Aktivitäten in unserer Freizeit: Ständig begleitet uns die Angst, nicht gut genug zu sein oder etwas nicht zu schaffen.

Um ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln und Selbstzweifeln zu entkommen, braucht es ein positives Selbstwertgefühl sowie ein positives Selbstbild. Aber wie lässt sich dies erreichen? Wie bekomme ich mehr Selbstvertrauen und kann meine Selbstzweifel besiegen?

In vier Schritten mehr Selbstvertrauen erlernen

Um mehr Vertrauen in sich selbst zu gewinnen, gibt es keine Patentlösung, die auf uns zugeschnitten ist. Jedoch gibt es Wege, die Ihnen dabei helfen können, Schritt für Schritt ganz individuell mangelndes Selbstvertrauen auszuräumen. Hier stellen wir Ihnen diese vier Schritte vor:

  1. Definieren Sie im ersten Schritt ihr Wochenziel. Somit stellen Sie sich persönlichen Herausforderungen und behalten Ihre persönlichen Ziele im Blick. Achten Sie aber darauf, die Ziele nicht zu hoch zu setzen. Jeder noch so kleine Erfolg zählt! Verlieren Sie nicht den Mut und versuchen Sie nicht aufzugeben, das Wochenziel zu erreichen. Das zeigt Ihnen, dass Sie sich auf sich verlassen können – und das wirkt sich positiv auf das Vertrauen in sich selbst aus.
  2. Der zweite Schritt ist das Festlegen Ihres Tagesziels. Dieses Ziel stellt ein Teilziel Ihres Wochenziels dar. Ist Ihr Wochenziel z. B. selbstbewusst in ein wichtiges Bankgespräch zu gehen, so kann eines der Tagesziele sein, sich ein Outfit zusammenzustellen, in dem Sie sich stark und wohl fühlen. Auch das Anfertigen von Notizen oder das Zusammenstellen der relevanten Unterlagen kann ein Tagesziel sein, welches zum Erreichen des Wochenziels beiträgt.
  3. Im dritten Schritt schreiben Sie auf, worauf Sie stolz sind. Erinnern Sie sich an Ihre Stärken und erkennen Sie Ihre Erfolge! Schreiben Sie Ihre Erfolge auf sowie auch das, was andere und auch Sie selbst an sich schätzen. Das können Kleinigkeiten sein, wie Dinge die Sie tun, aber auch Eigenschaften Ihres Charakters. Für ein positives Selbstbild, nennen Sie z. B. das, was Sie an Ihrem Körper besonders gern mögen.
  4. Im letzten Schritt belohnen Sie sich für das Erreichen Ihres Wochenziels! Erfolge sind da, um sie zu feiern1 und es ist ein großartiges Gefühl, ein persönliches Ziel geschafft zu haben. Unser Tipp: Überlegen Sie sich bereits am Anfang der Woche Ihre ganz persönliche Belohnung – so können Sie sich darauf freuen!

Sie wollen Selbstvertrauen aufbauen und Selbstzweifel überwinden? Laden Sie sich hier Ihren ganz persönlichen Wochenplan zum Ausfüllen herunter.

1 Jürgens U. Aber klar! Das kann ich!–Selbstbewusstsein stärken. Ernährung & Medizin, 2018, 33. Jg., Nr. 03, S. 127-129.